4. Tag der freien Berufe

Freitag, 10. Mai 2019
Bellevue Palace, Bern

mit Bundesrat Guy Parmelin, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF


 

4. Tag der freien Berufe SVFB

10. Mai 2019, Hotel Bellevue Palace, Bern

 

Programm

09.30 Uhr    Empfang der Gäste

10.00 Uhr    Präsentation der Studie «Auswirkungen der Digitalisierung auf die freien Berufe»

                    Pirmin Bischof, Präsident des Schweizerischen Verbandes freier Berufe SVFB, Ständerat

10.20 Uhr    Chancen und Risiken der Digitalisierung in den freien Berufen

                                     «Wir brauchen endlich ein modernes Datenschutzgesetz!»
                                     Gabriela Rüttimann, Präsidentin Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten ASP

                                      «Der Datenschutz darf das Berufsgeheimnis nicht löchern»
                                      Franz Stämpfli, Präsident Schweizerischer Notarenverband SNV

                                      «Bauwerke in der Cloud - wer schützt unsere Daten?»
                                      Stefan Cadosch, Präsident des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein sia

 

Fragen und Diskussion

 

11.20 Uhr    Rede von Bundesrat Guy Parmelin, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF)

                    Fragen und Diskussion

                    Pause

12.00 Uhr    Podiumsrunde mit Parlamentariern

                                     - Angelo Barrile, Nationalrat der SP

                                     - Philippe Bauer, Nationalrat der FDP

                                     - Ruth Humbel, Nationalrätin der CVP

                                     - Claudio Zanetti, Nationalrat der SVP

 

                   Moderation:

                   Philipp Burkhardt, Leiter Bundeshausredaktion Radio SRF

13.00 Uhr   Folgerungen und Forderungen des SVFB

                   Pirmin Bischof, Präsident des SVFB, Ständerat

13.15 Uhr   Stehlunch

 

14.15 Uhr   Ende der Veranstaltung

 

 

4. Tag der freien Berufe am 10. Mai 2019

 

 

 

 

 

 

3. Tag der freien Berufe am 28. April 2017

 

 

2. Tag der freien Berufe am 8. Juni 2015

 

Dr.med.dent. Beat Wäckerle, Präsident Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft (SSO)

Dr. Stefan Schmiedlin, Advokat und Notar, Präsident des Schweizerischen Notarenverbands (SNV)

Maurice Barbieri, Präsident der Ingenieur-Geometer-Schweiz (IGS)

 

 

1. Tag der freien Berufe am 8. November 2013

 

Dr.med. Urs Stoffel, Zentralvorstand FMH

Marc Hauser, vice-président de l' ASG

Dipl. Arch. ETH / SIA Stefan Cadosch, Präsident SIA

Roberto Sansossio, Vorstandsmitglied FSP

Medienmitteilung zum 4. Tag der freien Berufe:

 

 

Freie Berufe kämpfen für die digitale Privatsphäre ihrer Kunden

Bundesrat Guy Parmelin lobt die Branche für ihren Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit

 

Was bedeutet die Digitalisierung für die Organisation von Arztpraxen, Anwaltskanzleien und Architekturbüros? Am 4. Tag der freien Berufe in Bern stellte der gleichnamige Interessensverband eine wissenschaftliche Studie zu den Auswirkungen der Digitalisierung vor. Quintessenz der Studie: Im Bereich der freien Berufe werden immer mehr Jobs geschaffen. Gleichzeitig wird der Datenschutz immer wichtiger. Der Verband fordert daher, dass die Interessen der freien Berufe in die laufende Revision des Datenschutzgesetzes einbezogen werden.

 

Bern, 10. Mai 2019 - Die Bedeutung der freien Berufe in der Schweizer Wirtschaft wird weiter zunehmen. Zu diesem Schluss kommt die Studie von Polynomics. Die Befragten rechnen damit, dass die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen in ihren Branchen weitergehen wird. Schon heute arbeiten in der Schweiz im Bereich der freien Berufe rund 85’000 Personen. Das bedeutet einen Anteil von mehr als 13 Prozent der Schweizer Wirtschaft. In diesem Zusammenhang erinnert Pirmin Bischof, Präsident des Schweizerischen Verbands freier Berufe (SVFB) daran, dass die Studie aber auch klar gezeigt habe, dass man bei den freien Berufen mit einem Fachkräftemangel rechne und dass adäquate Aus- und Weiterbildungsangebote fehlten. Für Pirmin Bischof ist denn auch klar: «Der SVFB muss künftig in der Begleitgruppe des Bundes in Sachen Fachkräftemangel als Sozialpartner vertreten sein.»

 

In seiner Rede attestiert Bundesrat Guy Parmelin, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung, denn auch, wie wichtig die freien Berufe für die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz seien. «Das in den freien Berufen angesammelte Know-how sorgt für leistungsfähige Vermögensverwaltung, für präzise Beratung in Rechtsfragen und für ein Gesundheitssystem, um das wir weltweit beneidet werden. Das ist Gold wert für den Standort», so Bundesrat Guy Parmelin.

 

Berufsgeheimnis gerät unter Druck

Sorgen macht der Branche das Berufsgeheimnis, mit dem sie die Privatsphäre ihrer Kunden schützen. Dieses ist für Vermögensverwalter, Notare, Anwälte oder Mediziner und Psychotherapeuten vom Gesetzgeber ausdrücklich garantiert. Der Berner Notar Franz Stämpfli, Präsident des Schweizerischen Notarenverbands, erklärt aber, dass das Berufsgeheiminis wegen des Datenschutzes unter Druck stehe. Gabriela Rüttimann, Präsidentin der Assoziation der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, weist darauf hin, dass man viele Fragen zum Datenschutz habe, das geltende Datenschutzgesetz jedoch keine Antworten darauf liefere. «Wir brauchen daher rasch ein modernes Datenschutzgesetz», so Rüttimann. Auch für Stefan Cadosch, Präsident der Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereinigung sia, ist klar: Erst wenn alle Antworten in Sachen Datensicherheit auf dem Tisch liegen, könne man neue Technologie zum Standard für den Datenaustausch und die Zusammenarbeit erheben.

 

Auch die anschliessende Diskussion zwischen den Nationalratsmitgliedern Angelo Barrile (SP), Philippe Bauer (FDP), Ruth Humbel (CVP) und Claudio Zanetti (SVP) zeigt, dass sich die Politik über die Parteigrenzen hinweg einig ist, dass die Schweiz ein modernes Datenschutzgesetz braucht.

 

KMU-Tauglichkeit im Datenschutz gefordert

Zum Schluss der gut besuchten Tagung fasst der SVFB-Präsident Pirmin Bischof die Forderungen des Interessenverbands noch einmal zusammen: «Der Datenschutz darf das Klienten-, Patienten- und Kunden-Geheimnis nicht löchern. Darauf muss die laufende Revision der Gesetzgebung Rücksicht nehmen». Und: Der Datenschutz bedinge gemäss heutigem Gesetz schon einen hohen bürokratischen Aufwand. Die Revision müsse daher zwingend auf die Bedürfnisse der KMU Rücksicht nehmen. Der SVFB will derweilen innerhalb seiner Gremien den Erfahrungsaustausch und best practice fördern, wenn es um den richtigen Umgang mit Plattformen und Providern sowie die vertragliche Absicherung der nötigen Pflichten in Sachen Geheimhaltung geht.

 

Auskunft:

Pirmin Bischof, Präsident des SVFB, Ständerat +41 79 656 54 20

Marco Taddei, Generalsekretär des SVFB +41 79 776 80 67

 

 

Über den Schweizerischen Verband der freien Berufe (SVFB)

Der Schweizerische Verband freier Berufe (SVFB) vertritt als Spitzenverband die gesellschaftspolitisch bedeutsame Gruppe der Angehörigen der freien Berufe sowie deren Standesorganisationen auf nationaler Ebene in allen Bereichen, in welchen gleichgerichtete Interessen bestehen.

Im SVFB vertreten sind: Ärzte (FMH), Notare (SNV), Anwälte (SAV), Ingenieure und Architekten (SIA), Psychotherapeuten (ASP), Psychologen (FSP), Chiropraktiker (ChiroSuisse) und Osteopathen (SVO), Vermögensverwalter (VSV), die Privatbanken (VSPB) und die Zahnärztegesellschaft, sowie die Conférence des Présidents romands von PhysioSuisse (Verband Physiotherapie), die Fédération des Entreprises Romandes Genève, SwissEngineering UTS und die Association romande des logopédistes diplômés.

 

 

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2015

 

2013

Der Schweizerische Verband freier Berufe (SVFB) wurde am 7. Mai 1990 in Bern aus der Taufe gehoben und kann somit 2010 sein 20-jähriges Bestehen feiern (3. März 2010).

Fotos